Störmeldungen der Gebäudetechnik als Anruf an den Bereitschaftsdienst
Heizung, Kälteanlage, USV oder Aufzug melden eine Störung oft per SMS an ein Diensthandy, und nachts oder beim Wechsel der Zuständigkeit geht sie dort leicht unter. FloriCore ergänzt diesen SMS-Weg für Hausverwaltungen, Gebäudebetreiber und Haustechnik-Teams um eine Rufkette: Erst klingelt der Technikdienst, danach die Vertretung, und Taste 1 quittiert.
Was für Ihre Haustechnik wegfällt
Wer die Störungs-SMS erhält, muss nicht mehr selbst nacheinander Kollegen anrufen, bis einer zusagt. Das übernimmt die gespeicherte Rufkette nach Ihrem Plan. Wechselnde Bereitschaft, Urlaub und Vertretung pflegen Sie im Portal; wer am Telefon bestätigt hat, steht mit Uhrzeit im Protokoll.
Welche Störmeldungen sich eignen
Entscheidend ist nicht die Art der Anlage, sondern ob sie bei einer Störung eine SMS senden kann. Das betrifft zum Beispiel Heizungs- und Kälteanlagen, USV-Anlagen und Aufzüge sowie Brand- und Einbruchmeldeanlagen, soweit sie eine Störungs-SMS versenden. Auch eine Smart-Home-Zentrale mit angebundenen Rauchmeldern kommt infrage (zum Beispiel Homematic), sofern die Zentrale bei einem Alarm eine SMS an eine frei konfigurierbare Nummer sendet. Ob das bei Ihrer Zentrale möglich ist, hängt von Modell und Konfiguration ab und wird mit einer echten SMS geprüft.
Voraussetzung ist eine Anlage, die Alarm-SMS an eine frei konfigurierbare Rufnummer senden kann. Damit bisherige Empfänger bleiben, muss die Anlage einen zusätzlichen SMS-Empfänger unterstützen. Wir prüfen Absender, SMS-Empfang und Ansage mit einer echten Meldung Ihrer Anlage. Bei vorhandener SMS-Funktion ist für diesen zusätzlichen Alarmweg keine neue Hardware nötig.
Für Anlagen mit ausschließlich E-Mail oder Webhook prüfen wir eine individuelle Erweiterung auf Anfrage.
Beispiel: Sammelstörung der Heizung
Angenommen, die Heizungsanlage eines Verwaltungsgebäudes sendet „Heizung Gebäude B: Sammelstörung“. Die Rufkette ruft zuerst den Technikdienst an, bei ausbleibender Bestätigung nach dem gespeicherten Plan die Vertretung. Ansage und SMS-Text nennen Gebäude und Anlage, Taste 1 dokumentiert die Bestätigung.
Mehrere Gebäude, eine gepflegte Bereitschaft
Wer als Hausverwaltung oder im Facility Management mehrere Liegenschaften betreut, lässt die registrierten Quellen dieselbe Rufkette nutzen. Je Absender hinterlegen Sie eine verständliche Anlagenbezeichnung für die Ansage. Änderungen an der Bereitschaft gelten für neue Alarme.
Einrichtung und echter Funktionstest
Wir klären mit Ihnen die Alarmquelle und die zuständige Rufbereitschaft, registrieren die Absendernummer und richten eine eindeutige Ansage ein. Im Portal pflegen Sie Empfänger, Reihenfolge, Wiederholungen und parallele Stufen. Änderungen gelten für neue Alarme; bereits gespeicherte Anrufpläne behalten ihre Konfiguration.
Mit Ihrer Haustechnik lösen wir an der Anlage oder Zentrale eine Testmeldung aus, ohne eine reale Störung herbeizuführen. Bei Meldeanlagen klären Sie vorher mit dem Errichter, dass der Test keine Aufschaltung auslöst. Wir prüfen den Eingang der SMS, die Ansage am Telefon und die Taste 1 gemeinsam. Ein Testalarm aus dem Portal allein belegt noch nicht den SMS-Weg Ihrer Anlage. Den Test und die Verantwortlichkeiten stimmen wir vor der Aktivierung ab; für Fragen zur Einrichtung haben Sie einen persönlichen Ansprechpartner.
Wenn niemand bestätigt
Die Rufkette hat einen endlichen, gespeicherten Ablaufplan mit konfigurierten Wiederholungen und gegebenenfalls parallelen Stufen. Ohne Quittierung folgen die weiteren geplanten Versuche. Nach dem letzten geplanten Versuch gibt es keine unbegrenzte Wiederholung; der Alarm bleibt ohne Quittierung. Auch veraltete Alarme können weitere Versuche beenden. Legen Sie für einen erfolglosen Ablauf einen organisatorischen Ersatzweg fest.
Protokoll und Übergabe an die Bereitschaft
Taste 1 quittiert den Alarm; noch nicht gestartete Anrufversuche werden nicht weitergeführt. Bereits laufende Anrufe können weiterlaufen. Person und Zeitpunkt der Quittierung stehen im Protokoll. Die Quittierung belegt die Bestätigung am Telefon, nicht die Behebung der Störung.
Die Historie zeigt Alarmquelle, SMS-Text und Anrufversuche. Prüfen Sie nach einem Test auch das Protokoll und den vereinbarten Ersatzweg. Urlaub und Vertretung pflegen Sie über die Empfänger und Rufkette im Portal; eine automatische Dienstplanung ist damit nicht zugesagt.
Grenzen dieses Alarmwegs
FloriCore ersetzt weder Gebäudeleittechnik noch Meldezentrale, Sicherheitssteuerung oder Anlagenüberwachung. Wo für eine Meldeanlage eine Aufschaltung vorgeschrieben ist, etwa auf die Feuerwehr, bleibt sie bestehen; der Anruf kommt zusätzlich. FloriCore alarmiert weder Feuerwehr noch Leitstelle und ersetzt weder Hausnotruf noch Aufzugsnotruf. Der Anrufplan startet nach Verarbeitung einer gültigen Alarm-SMS. SMS-Zustellung, Mobilfunknetz und Telefonanbieter beeinflussen die Zeit bis zum Klingeln. Wir prüfen den Ablauf mit einem echten Testalarm; eine feste Sekunden- oder Zustellgarantie gibt es nicht.
Preis und Beschaffung
42,90 € pro Monat zzgl. USt. ist das indikative Standardangebot für SMS zu Anruf: eigene Alarmnummer, 10 Alarmierungen pro Kalenderjahr, 5 Testalarme mit echten Anrufen und Portal. Jede weitere Alarmierung kostet im Standardangebot 2,90 € zzgl. USt. Es gibt keine Einrichtungsgebühr; der Vertrag ist monatlich kündbar. Außergewöhnliches Alarmvolumen, umfangreiche Rufketten oder Integrationen stimmen wir individuell ab. Für zusätzliche Kanal-Umwandlungen gilt der Standardpreis nicht automatisch. Preise im Detail.
Die Anwendung läuft auf Servern in Deutschland. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO mit technischen Maßnahmen und Subprozessoren-Verzeichnis steht im Portal bereit. Telefonie und weitere Dienstleister sind darin gesondert beschrieben. Prüfen Sie vor dem Einsatz mit Ihrer Datenschutzstelle die Datenarten, Rechtsgrundlage und Aufbewahrung für Ihren Anwendungsfall.
Weitere Anwendungsfälle
- Pegel & Hochwasser: Grenzwertmeldungen von Messstellen und Rückhaltebecken an die Rufbereitschaft weitergeben.
- Pumpstation & Hebewerk: Störungs-SMS aus Pumpwerken und Abwasseranlagen um einen Telefonweg ergänzen.
- Bauhof & technische Rufbereitschaft: Meldungen mehrerer kommunaler Anlagen in einer gepflegten Rufbereitschaft zusammenführen.
- SMS zu Anruf: Den Ablauf von Alarm-SMS, Rufkette und dokumentierter Quittierung kennenlernen.
Alle Anlagen im Überblick technischer Alarme; Funktionen und Portal sowie Sicherheit & Datenschutz.
Welche Anlagen der Gebäudetechnik lassen sich anbinden?
Infrage kommen Anlagen und Zentralen, die bei einer Störung bereits eine SMS an eine frei konfigurierbare Nummer senden, zum Beispiel Heizungs- und Kälteanlagen, USV, Aufzüge, Brand- und Einbruchmeldeanlagen sowie Smart-Home-Zentralen mit Rauchmeldern. Wir prüfen jede Quelle mit einer echten SMS; FloriCore überwacht die Anlagen nicht selbst.
Was ändert sich gegenüber einer Gruppen-SMS an die Haustechnik?
Eine Gruppen-SMS erreicht alle zugleich, ohne Quittierung und ohne Protokoll. Die Rufkette ruft in der gespeicherten Reihenfolge an, weitere Versuche folgen nur ohne Taste 1, und Person und Zeitpunkt der Quittierung stehen im Protokoll. Bisherige SMS-Empfänger können bleiben, wenn die Anlage einen zusätzlichen Empfänger unterstützt.
Lassen sich Rauchmelder einer Smart-Home-Zentrale anbinden?
Das ist möglich, wenn die Zentrale bei einem Rauchmelder-Alarm eine SMS an eine frei konfigurierbare Nummer senden kann, zum Beispiel eine Homematic-Zentrale. Ob und wie das bei Ihrer Zentrale geht, hängt von Modell, Zusatzmodulen und Konfiguration ab; wir prüfen es mit einer echten SMS.
Ersetzt FloriCore die Aufschaltung einer Brandmeldeanlage auf die Feuerwehr?
Nein. Wo eine Aufschaltung vorgeschrieben ist, bleibt sie bestehen. FloriCore ergänzt technische Störmeldungen um einen Telefonweg zu Ihrer Bereitschaft, alarmiert aber weder Feuerwehr noch Leitstelle und ersetzt weder Hausnotruf noch Aufzugsnotruf.
Wie unterscheiden wir mehrere Gebäude und Anlagen?
Quellen mit unterschiedlichen Absendernummern erhalten jeweils eine Bezeichnung und Ansage. Sendet ein Gerät oder Gateway für mehrere Standorte unter derselben Nummer, muss der SMS-Text Gebäude und Anlage nennen. Separate Rufketten oder Anschlüsse stimmen wir bei der Einrichtung gesondert ab.
Was passiert bei Mailbox, besetzt oder fehlender Erreichbarkeit?
Eine Mailbox oder die bloße Annahme des Anrufs quittiert den Alarm nicht. Ohne Taste 1 folgen die weiteren Versuche nach dem gespeicherten Zeitplan. Nach dessen Ende gibt es keine endlose Rufkette. Erreichbarkeit, Ansagedauer und Quittierung prüfen wir mit Ihnen im Test.
Was passiert nach dem letzten erfolglosen Anruf?
Die Rufkette hat einen endlichen, gespeicherten Ablaufplan mit konfigurierten Wiederholungen und gegebenenfalls parallelen Stufen. Ohne Quittierung folgen die weiteren geplanten Versuche. Nach dem letzten geplanten Versuch gibt es keine unbegrenzte Wiederholung; der Alarm bleibt ohne Quittierung. Auch veraltete Alarme können weitere Versuche beenden. Legen Sie für einen erfolglosen Ablauf einen organisatorischen Ersatzweg fest.
Was belegt die Quittierung?
Taste 1 quittiert den Alarm; noch nicht gestartete Anrufversuche werden nicht weitergeführt. Bereits laufende Anrufe können weiterlaufen. Person und Zeitpunkt der Quittierung stehen im Protokoll. Die Quittierung belegt die Bestätigung am Telefon, nicht die Behebung der Störung.
Testen Sie es mit Ihrer Anlage
Schildern Sie Ihren Anwendungsfall – Sie erhalten eine persönliche Antwort und einen begleiteten Testalarm.